Mittwoch, 12. Juni 2013

Rena Larf: Lauenburg: Die Elbe wälzt sich vorwärts!




# AngelaMerkel kommt rum die Tage. 
Ich hoffe, Lauenburg geht nicht völlig 
unter - es ist so schön dort - ohne #HOCHWASSER 

Fotoreportage von 2011:



Lauenburg – Liebe auf den ersten Blick

Von Rena Larf

Fotos: Ray Larf

Ankunft in Lauenburg

Elbpromenade unter Wasser


Pegelstand 2011








Ruferanleger


Elbstrasse

 
Altstadt
Hotel-Restautant Zum Alten Schifferhaus
Dort wo noch Ende Januar Häuser und Wohnungen in der Altstadt unter Wasser standen und jede Menge Hochwassertouristen anlockte, wird das schöne Frühlingswetter heute von keinem Wässerchen getrübt. Okay, die Elbpromenade, ein schmaler, eher unscheinbarer Pfad ist nur zu erahnen, weil sie noch im Wasser liegt. Promenade kann man das auch im unüberfluteten Zustand nicht nennen, aber es ist dann eine Herausforderung für jeden Stöckelschuh.
Vor etwas mehr als acht Wochen haben hier am großen Strom noch die Einsatzkräfte der Feuerwehr mit Sandsäcken und Pumpen gegen das Wasser gekämpft. Aber das kennt man hier.
Jetzt sieht Lauenburg, die alte Schifferstadt am südlichsten Zipfel Schleswig-Holsteins aus, wie frisch aus einem Reisekatalog entsprungen.
Der blaue Märzhimmel im goldenen Dreiländereck ist echt, die leichte Brise von der Elbe streichelt sanft über Haut und Haar. Man wähnt sich im Süden. Na ja, ist man ja auch.
Im Süden Schleswig-Holsteins.
Bis ins Jahr 1689 war Lauenburg ein Herzogtum und ein wichtiger Handelspunkt an der Elbe.
Von Bombenangriffen im zweiten Weltkrieg verschont geblieben, ist Lauenburg mit seiner malerischen Altstadt ein romantisches Schmuckkästchen. Es gibt viele kleine Restaurants in historischen Fachwerkhäusern, in denen man gut und günstig essen kann.
Gästezimmer sind frei. Noch.
Vierzig Kilometer östlich vom großen Hamburg entfernt gelegen, ist der moderne Mensch nur allzu gerne bereit, sich hier auf eine historische Zeitreise einzulassen.
Ganz spontan, wie so viele andere Sonntagsausflügler. Dort wo wir parken ist es voll von Autos aus den Dreiländereck-Ländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Biker und ihre Sozias aus Ratzeburg, Hamburg und Ludwigslust machen Station am Altstadt-Imbiss Elvkiek und werfen Currywurst mit Pommes für den Rückweg ein.
Das erste, was wir sehen, als wir über den gut gefüllten Parkplatz schlendern ist die Hitzler-Werft an Elbe und Elbe-Lübeck-Kanal. Dann fällt der Blick auf die Markierung des Pegelstandes vom Hochwasser 2011. Ganz schön hoch!
Weiter schweifen die Augen zu einem Findling in atemberaubender Höhe auf einer Pyramide. ‚Alter Schwede’ als Symbol für Zeit und Ewigkeit. Mein Mann bemerkt ehrfürchtig, dass der mehr wiegt als unser Auto. Weit mehr.
Der Lauenburger Rufer grüßt als Bronzefigur an der Hafenstraße die vorbeifahrenden Schiffe.
Was er ruft, können wir nicht sagen. Er sieht von jeder Seite anders aus, mal könnte er den Fährmann rufen, mal sieht er irgendwie ein bisschen herausfordernd aus.
1959 wurde er von Bildhauer Karlheinz Goedtke geschaffen und gilt heute als ein Symbol der Stadt. Und es gibt auch ein Café und Restaurant mit seinem Namen.
Vom Rufer - Anleger kann man Ausflüge auf der Elbe unternehmen. Schiff-Fahrten durch das Schiffshebewerk, den Elbe-Seitenkanal, die Elbe oder den Elbe-Lübeck-Kanal. Da hat der geneigte Besucher die Qual der Wahl. Das Panorama des Elbstromes ist eindrucksvoll, heute so friedlich. Man kann kaum glauben, zu welch reißendem Ungetüm der Fluss werden kann.
Wir wählen aber an diesem sonnigen Märztag den Gang durch die frühlingshafte Altstadt von Lauenburg. Das Auge wird verwöhnt vom strahlendblauen Himmel, dem roten Fachwerk - mit weichen, harmonischen Übergängen. Hier können Entdecker genießen.
Würden hier Touristen in moderner Kleidung und die Autos fehlen, könnte man sofort einen Film über die Schifferstadt drehen und würde sich versetzt fühlen in eine Kulisse aus dem Siebzehnten Jahrhundert. Früher war das Leben bunt und lebhaft in Lauenburg. Der Salzhandel hat die Bürger reich gemacht. Antike Schilder, amüsante Fensterdekorationen, alte Briefkästen, Anker neben der Haustüre und urige, enge Gässchen - Charme der Altstadt mit romantischen Winkeln. Das Heute.
Überall Fahnen, die meisten vom HSV. Nun ja, wir befinden uns in der Metropolregion Hamburg, auch wenn die hier so weit weg scheint, wie der Mond von der Erde.
Aber meinen Mann freut’s!
Wir gönnen uns auf dem Rückweg noch eine Currywurst mit Pommes im Elvkiek.
Wirklich zu empfehlen. Wo Biker essen muss es einfach schmecken.
Und der Inhaber kocht selbst, begrüßt jeden, als wenn er ihn gestern zuletzt gesehen hätte.
Das hat er nun davon. Freundlichkeit, Service und flotte Sprüche bringen einen in GT.
Eins ist sicher, hätten wir Lauenburg nicht schon des Öfteren besucht, auch im tiefen Winter, wenn auf dem Weihnachtsmarkt entlang der Elbstraße und auf dem Kirchplatz Händler und Kunsthandwerker ihre Stände und Buden aufbauen – an diesem 27. März 2011 hätten wir uns auf den ersten Blick in dieses Städtchen verliebt.
Und Städtchen soll nicht überheblich klingen von Besuchern aus der großen Metropole Hamburg, sondern es ist eine Auszeichnung – für die alte Schifferstadt am großen Strom.

Website: www.lauenburg.de
Tourist-Information Lauenburg/Elbe
Amtsplatz 4, 21481 Lauenburg/Elbe

Hotel Fährleutehaus
Rathausapotheke




 
Alter Briefkasten
Altstadt mit engen Gassen und 



Dienstag, 11. Juni 2013

#Hochwasser #Politik #Altersarmut #Fernsehprogramm : Rena Larf: In welcher Welt wollt ihr leben!


Ein Jahresrückblick im Rückblick:
Normal sagt man ja, nichts ist so alt, wie die Zeitung von gestern. Aber manchmal lohnt sich ein Rücklblick, um zu sehen, ob sich in den letzten drei Jahren etwas getan hat. In Politik, Gesellschaft, Natur.
Angesichts der Tatsache, dass sich Gaia momentan rächt wie noch nie zuvor in ihrem Leben - und wir dennoch die Zeichen der Erde nicht verstehen, sondern mit Smartphones den Untergang mit einem letzten Klick festhalten, bevor wir von den Fluten mitgerissen werden, uns die Hitze verbrennt oder der Sturm uns in die Lüfte erhebt und Knochen brechend als blutiges Bündel wieder ausspuckt.




Ein Jahresrückblick im Rückblick: seit 2010 hat sich die Welt noch mehr verändert! Ja, oder Nein?

Und das Fernsehprogramm ist auch immer beschissener.
Dumm-TV zur Ablenkung von Tränengasterror, NATO-Drohnenproramm, Altersarmut, Jugendarbeitslosigkeit, Wahlkampfdebakeln im Marionettentheather der Politik.
Und ach ja, da war noch was: Klimawandel unserer werten Freundin Gaia!
Wozu machen wir uns als Demokraten Gedanken, wen wir in ein paar Wochen wählen wollen. Was kümmert uns die Erde?
Hauptsache ist, die Kohle stimmt, Dumm-TV hat Strom und das Licht im Rücken bleibt da, wo es ist.